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	<title>alternative Prüfungsformate &#8211; KMS-Bildung</title>
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	<title>alternative Prüfungsformate &#8211; KMS-Bildung</title>
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		<title>Von der &#8222;Machtergreifung&#8220; bis zu den Nürnberger Gesetzen: Geschichte selbstständig erarbeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Sambeth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 07:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine 9. Klasse in Geschichte hat Ende des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Meine 9. Klasse in Geschichte hat Ende des Jahres im Deutschunterricht das <em data-start="289" data-end="314">Tagebuch der Anne Frank</em> gelesen. Gemeinsam mit der Deutschlehrerin habe ich beschlossen, dass wir parallel dazu auch im Geschichtsunterricht arbeiten werden. Da die Klasse zuvor schon viel selbstständiges Arbeiten bei kleineren Projekten geübt hatte, entstand die Idee, mit mebis ein größeres Kapitel zur eigenständigen Erarbeitung – angelehnt an ein Portfolio – bereitzustellen.</p>
<h4>Warum ein Portfolio?</h4>
<figure id="attachment_37950" aria-describedby="caption-attachment-37950" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-37950 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?resize=800%2C499&#038;ssl=1" alt="Portfolio" width="800" height="499" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?resize=1024%2C639&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?resize=300%2C187&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?resize=768%2C479&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?resize=1536%2C958&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?resize=2048%2C1278&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?resize=600%2C374&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-08.00.13.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-37950" class="wp-caption-text">Einblicke in mebis-Kurs</figcaption></figure>
<p>In der Vergangenheit habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Arbeitsform allen Schülerinnen die Möglichkeit gibt, im eigenen Tempo und auf die eigene Weise zu lernen und bei Bedarf zu vertiefen. Vor allem wenn jemand schneller fertig war, konnte ich ausreichend weitere spannende Aufgaben und Themen anbieten. So ließ sich der bekannte Effekt umgehen, dass die einen nicht hinterherkommen und die anderen sich langweilen und dadurch Unruhe entsteht.</p>
<h4>Aufbau der Einheit</h4>
<p>Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sollte die Einheit einen engen Bezug zu Anne Frank und ihrem Tagebuch haben, das die Klasse im Deutschunterricht gelesen und bearbeitet hat. Deshalb habe ich mir überlegt: Welche Themen hätten mich selbst interessiert, wenn ich als Schülerin das Tagebuch der Anne Frank gelesen hätte? Diese Überlegungen haben die Planung der Einheit entscheidend geprägt. Gleichzeitig habe ich darauf geachtet, dass sowohl der Lehrplan als auch die vorgesehenen Grundbegriffe abgedeckt sind. Zudem stand am Ende des Schuljahres ein Besuch in einer Gedenkstätte an, der ebenfalls als fester Bestandteil in die Einheit integriert wurde.</p>
<figure id="attachment_37951" aria-describedby="caption-attachment-37951" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-37951 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?resize=800%2C567&#038;ssl=1" alt="Einblicke in den Aufbau der Einheit" width="800" height="567" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?resize=1024%2C726&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?resize=300%2C213&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?resize=768%2C544&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?resize=1536%2C1089&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?resize=600%2C425&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?w=1690&amp;ssl=1 1690w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.54.25.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-37951" class="wp-caption-text">Einblicke in den Aufbau der Einheit</figcaption></figure>
<p>Angelegt habe ich die Einheit auf der Lernplattform <em data-start="229" data-end="236">mebis</em>, die uns in Bayern vom Freistaat kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Mebis funktioniert ähnlich wie Moodle, falls ihr das kennt. Ich habe mich für das Kachelformat entschieden, weil es meiner Meinung nach am übersichtlichsten ist. Auf den Kacheln standen die Überschriften der einzelnen Kapitel, außerdem habe ich eine Aktivitätsverfolgung eingestellt. So konnten die Schülerinnen jederzeit sehen, wie weit sie schon waren. Das war ihnen überraschend wichtig – und dieses Feature habe ich deshalb auch für die Zukunft übernommen. Auf dem Bild oben erkennt man die unterschiedlichen Farben: Rot markiert die Pflichtkapitel, die alle bearbeiten mussten, Grau die freiwilligen Kapitel, die zur Vertiefung gedacht waren oder für diejenigen, die schneller fertig wurden.</p>
<figure id="attachment_37952" aria-describedby="caption-attachment-37952" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="wp-image-37952 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?resize=800%2C523&#038;ssl=1" alt="Einblick in die Einheit" width="800" height="523" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?resize=1024%2C669&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?resize=300%2C196&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?resize=768%2C502&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?resize=1536%2C1003&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?resize=2048%2C1337&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?resize=600%2C392&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.59.37.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-37952" class="wp-caption-text">Einblick in die Einheit</figcaption></figure>
<p>Die Einheiten selbst bestanden aus einer Mischung von Texten, interaktiven Aufgaben, schriftlichen Abgaben, Karten, Videos und Podcasts. Mir war wichtig, den Schülerinnen ein möglichst breites Angebot zu machen, damit für jede etwas Passendes dabei ist. Das Schöne an mebis ist, dass viele der interaktiven Aufgaben direkt von den Schülerinnen selbst kontrolliert werden können – so bekommen sie sofort Feedback zu einem großen Teil ihrer Arbeit.</p>
<h4>Die Abgaben</h4>
<p>Neben den Aufgaben und Texten, die die Schülerinnen selbstständig erarbeitet haben, gab es auch schriftliche Abgaben, die alle erledigen mussten. Dabei durften sie teilweise das Format selbst wählen, teilweise war es von mir vorgegeben. So haben sie zum Beispiel einen Tagebucheintrag verfasst oder eine journalistische Arbeit erstellt. Dies war zugleich der Portfolioteil in mebis. Allerdings wurden die Abgaben direkt beim jeweiligen Kapitel eingereicht, sodass am Ende kein gesammeltes Dokument vorlag. Für mich war das in diesem ersten Versuch eine sichere Vorgehensweise.</p>
<h4>Die Reflexion</h4>
<p>Neben den Abgaben gehörte auch eine regelmäßige Reflexion der eigenen Arbeit sowie der gelernten Themen zu den Aufgaben der Schülerinnen in diesem Kurs. Die Reflexion erfolgte nach jeder Abgabe – das bedeutet, dass es bei vier Abgaben im Verlauf der Lerneinheit auch vier Reflexionen gab. Die Reflexionen waren an feste Termine gekoppelt, sodass die Schülerinnen sehen konnten, ob sie im Zeitplan lagen, ob noch Zeit für Vertiefungen blieb oder ob sie sich beeilen mussten.</p>
<figure id="attachment_37953" aria-describedby="caption-attachment-37953" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-37953 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?resize=800%2C566&#038;ssl=1" alt="Einblick in die erste Reflexion" width="800" height="566" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?resize=1024%2C725&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?resize=300%2C213&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?resize=768%2C544&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?resize=1536%2C1088&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?resize=600%2C425&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?w=1996&amp;ssl=1 1996w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/08/Bildschirmfoto-2025-08-29-um-07.56.02.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-37953" class="wp-caption-text">Einblick in die erste Reflexion</figcaption></figure>
<p>Persönlich waren für mich die Reflexionen die überraschendsten Ergebnisse der gesamten Arbeit im Portfolio. Die Schülerinnen haben meiner Meinung nach für eine 9. Klasse sehr gut reflektiert und viele Gedanken eingebracht, mit denen ich niemals gerechnet hätte.</p>
<h4>Der zeitliche Ablauf</h4>
<p>Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, waren die Reflexionen an feste Termine gekoppelt. Die Schülerinnen hatten für die Erarbeitung des Portfolios etwa sechs Wochen Zeit. Am Ende der Einheit haben wir das Portfolio – insbesondere die schriftlichen Abgaben – ausführlich besprochen. Während der Erarbeitung stand ich ihnen größtenteils zur Verfügung, konnte Fragen beantworten und über einzelne Aspekte diskutieren. Dabei fiel auf, dass sie sich mit einigen Themen stärker beschäftigten als mit anderen und hier Gesprächsbedarf bestand. An den Tagen, an denen ich als Lehrperson nicht verfügbar war, weil ich an Fortbildungen teilnahm, stellte dies kein Problem dar: Da die Schülerinnen selbstständig an ihrem Portfolio arbeiteten, kam der Zeitplan nicht ins Stocken. Die Vertretung musste den Schülerinnen lediglich den WLAN-Code geben, und sie konnten problemlos weiterarbeiten.</p>
<h4>Die Bewertung</h4>
<p data-start="145" data-end="386">Da wir viel Zeit mit der Portfolioarbeit verbracht haben, habe ich mich entschieden, diese als alternative Prüfungsleistung zu bewerten. Dabei flossen verschiedene Komponenten in die Bewertung ein, die unterschiedlich gewichtet wurden:</p>
<ul data-start="388" data-end="661">
<li data-start="388" data-end="520">
<p data-start="390" data-end="520">Bearbeitung der Pflichteinheiten: In Mebis kann ich genau nachvollziehen, was und wie die Schülerinnen gearbeitet haben.</p>
</li>
<li data-start="521" data-end="558">
<p data-start="523" data-end="558">Vollständigkeit der Reflexion</p>
</li>
<li data-start="559" data-end="587">
<p data-start="561" data-end="587">Inhalt der Reflexion</p>
</li>
<li data-start="588" data-end="624">
<p data-start="590" data-end="624">Abgabe zur Reichspogromnacht</p>
</li>
<li data-start="625" data-end="661">
<p data-start="627" data-end="661">Abgabe zur „Machtergreifung“</p>
</li>
</ul>
<p data-start="663" data-end="750">Aus diesen verschiedenen Komponenten wurde anschließend eine Gesamtnote gebildet.</p>
<p data-start="752" data-end="990">Immer wieder wird gefragt, ob das Vorgehen die Noten verfälschen könnte, da die Arbeit ja vermeintlich „einfach“ sei. Hier sei gesagt: Der Durchschnitt lag bei 2,35, was vollkommen im normalen Leistungsspektrum der Klasse liegt.</p>
<h4 data-start="752" data-end="990">Woher habe ich die Aufgaben genommen?</h4>
<p data-start="161" data-end="404">Auf Instagram wurde ich oft gefragt, woher ich die Aufgaben für so ein großes Projekt eigentlich nehme. An dieser Stelle sei gesagt: Viele Aufgaben habe ich über die letzten Jahre gesammelt und bereits in meinem Unterricht verwendet.</p>
<p data-start="406" data-end="898">Zudem bieten Schulbücher oder Websites von Museen einen tollen Fundus an Materialien – hier ein großes Dankeschön an das interaktive Lernportal vom Deutschen Historischen Museum (DHM). Auch ein Blick auf LearningApps und LearningSnacks lohnt sich: Dort haben andere Lehrkräfte oft qualitativ hochwertige Aufgaben erstellt, die man problemlos für den eigenen Unterricht nutzen kann. Denn niemand muss das Rad neu erfinden, wenn schon tolle Materialien existieren. Einen kleinen Teil der Aufgaben habe ich auch der KI to-teach.ai zu verdanken, die mir Aufgaben direkt als H5P-Dateien erstellt hat. Abschließend zur Vollständigkeit: Die Videos stammen alle von YouTube. Dort gibt es gerade zum Thema NS-Zeit einen großen Fundus, auch von öffentlich-rechtlichen Medien.</p>
<h4 data-start="752" data-end="990">Fazit</h4>
<p>Die Arbeit am Portfolio war für mich ein toller Testlauf, und ich werde dieses Format im nächsten Schuljahr zum Thema Zweiter Weltkrieg fortsetzen. Einige Stellschrauben habe ich bereits angepasst, und auch das Design ist ansprechender geworden, aber das Grundgerüst bleibt gleich. Neu ist, dass diesmal die Kurzarbeit am Ende der Einheit steht, was sicherlich zu der ein oder anderen Herausforderung führen könnte.</p>
<h4>Zugang zum Kurs?</h4>
<p data-start="184" data-end="432">Da der Kurs auf der Lernplattform des Freistaates Bayern liegt, ist er aus verschiedenen Gründen nicht käuflich – diese Frage wurde mir nämlich schon häufiger gestellt. Außerdem kann ich ihn leider nicht für andere Bundesländer freigeben. Für bayerische Lehrkräfte wäre eine Nutzung grundsätzlich möglich, allerdings müsste ich dafür noch einmal Zeit investieren, um Quellenangaben zu ergänzen und einige Einheiten anzupassen. Wer sich jedoch nur inspirieren lassen möchte, kann mir gerne eine E-Mail schreiben. Dann kann ich interessierte bayerische Lehrkräfte direkt in den Kurs aufnehmen und einen Einblick ermöglichen.</p>
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		<title>Heute unterrichten wir! Schülerinnen konzipieren ihren Unterricht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Sambeth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Apr 2025 04:41:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Künstliche Intelligenz brachte ohne Zweifel viele Chancen, Möglichkeiten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="" data-start="61" data-end="634"><strong>Künstliche Intelligenz</strong> brachte ohne Zweifel <strong>viele Chancen</strong>, <strong>Möglichkeiten</strong> und <strong>Erleichterungen</strong> in unseren Alltag, aber auch zahlreiche Herausforderungen. Ich stand beispielsweise vor der Frage: Wie kann bzw. muss ich meinen Unterricht verändern, damit ich nicht nur Referate bekomme, die die Schülerinnen mithilfe von KI erstellt haben? Denn das wäre weder lehrreich für sie noch für die Klasse – und für mich als Lehrkraft eigentlich auch eher frustrierend, weil ich schlechte Noten geben müsste, da die Kinder nicht gut vorbereitet sind und sich damit quasi selbst schaden.</p>
<p class="" data-start="636" data-end="1312">In meiner<strong> 9. Klasse</strong>, die gerade das <strong>Thema „Erster Weltkrieg“</strong> behandelt, habe ich mir deshalb ein anderes Prüfungsformat überlegt. Die Schülerinnen sollten nicht einfach Referate halten, sondern selbst eine <strong>Unterrichtsstunde zum Thema planen und durchführen</strong>. Sie mussten sich eine <strong>funktionierende Struktur</strong> überlegen und das <strong>Thema in einer gewissen Tiefe</strong> verstehen. Dabei durften sie sich durch KI unterstützen lassen, aber die Präsentation und das Erarbeiten von Materialien, wie Arbeitsblättern, mussten sie eigenständig erledigen. Das Ziel war, dass sie das Wissen wirklich durchdringen, es souverän vor der Klasse präsentieren und dabei auch ein gutes Zeitmanagement beweisen.</p>
<h4 data-start="1409" data-end="1757">Die Vorbereitung</h4>
<p data-pm-slice="1 1 []">Bevor wir das Thema überhaupt im Unterricht besprochen haben, habe ich zunächst einen Erwartungshorizont erstellt und mir überlegt, was mir für die Unterrichtsstunde der Kinder wichtig wäre. Im Nachhinein würde ich sagen, dass ich den Erwartungshorizont nicht mehr allein festlegen, sondern gemeinsam mit der Klasse erarbeiten würde. So könnte ich den Schülerinnen bereits erste Hilfestellungen für ihre Unterrichtsstunde geben. Dabei würde ich weiterhin Aspekte einbringen, die mir besonders wichtig sind, wie beispielsweise die Behandlung einer historischen Quelle im Unterricht.</p>
<figure id="attachment_36119" aria-describedby="caption-attachment-36119" style="width: 898px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36119 size-full" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-06.59.42.png?resize=800%2C647&#038;ssl=1" alt="Auszug aus dem Erwartungshorizont." width="800" height="647" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-06.59.42.png?w=898&amp;ssl=1 898w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-06.59.42.png?resize=300%2C243&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-06.59.42.png?resize=768%2C621&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-06.59.42.png?resize=600%2C485&amp;ssl=1 600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-36119" class="wp-caption-text">Auszug aus dem Erwartungshorizont.</figcaption></figure>
<p>Zusätzlich habe ich <strong>Materialien</strong> vorbereitet und <strong>verschiedene Schulbücher</strong> gesichtet, in denen die Themen, die die Kinder in ihrer Unterrichtsstunde vorstellen sollten, gut beschrieben sind. Viele dieser Bücher enthalten bereits Quellen, sodass die Schülerinnen nicht stundenlang im Internet recherchieren oder sich in unwichtigen Details verlieren müssen. Stattdessen haben sie eine solide Basis, die genau das abdeckt, was mir inhaltlich besonders wichtig ist. So können sie sich nicht im Stoff „verlaufen“ und sich besser auf das Wesentliche konzentrieren.</p>
<h4 data-start="1074" data-end="1648">Durchführung im Unterricht</h4>
<p data-pm-slice="1 1 []">Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren und wir thematisch so weit waren, dass wir mit dem Projekt beginnen konnten, startete es schließlich. Ich erklärte den Schülerinnen zunächst, was ich vorhabe und was ihre Aufgabe ist.</p>
<p>Zuerst besprachen wir den Erwartungshorizont, und ich stellte ihnen die <strong>verschiedenen Projektthemen</strong> vor. Dazu gehörten beispielsweise Ereignisse aus dem Verlauf des Ersten Weltkriegs, wie der Kriegseintritt der USA oder der Versailler Vertrag. Die Schülerinnen arbeiteten in Fünfergruppen und hatten insgesamt fünf Stunden Zeit, um ihre Unterrichtsstunde vorzubereiten.</p>
<p>Am Ende sollte jede Gruppe eine <strong>45-minütige Unterrichtsstunde</strong> halten – also eine klassische Schulstunde. Dabei war es wichtig, dass jede Schülerin in einem gewissen Maß zu Wort kommt. 45 Minuten boten ausreichend Zeit, damit alle Gruppenmitglieder aktiv mitwirken konnten. Zudem ließ sich gut beobachten, wie sicher sie im Thema waren, wie souverän sie vor der Klasse agierten und inwiefern sie ihren Mitschülerinnen als Unterstützung dienten.</p>
<h4 data-start="674" data-end="1119">Die Präsentation der Stunde</h4>
<p data-pm-slice="1 1 []">Nach der Vorbereitung der einzelnen Unterrichtsstunden ging es nun los mit den Präsentationen. Wichtig war hierbei, dass die Schülerinnen vorab das <strong>Material</strong> abgegeben hatten, das ich kopieren sollte. Zudem hatten sie bereits einen <strong>WLAN-Code erhalten</strong>, da viele in ihrer Stunde ein Kahoot-Quiz spielen wollten.</p>
<p>Die Präsentationen liefen insgesamt gut. Es gab einige Verschiebungen, da immer wieder Schülerinnen krank waren, aber es war schön zu sehen, wie die Kinder gemeinsam vor der Klasse agierten. Einige haben sich <strong>besonders positiv hervorgetan</strong> – sie übernahmen die Führung, organisierten die Stunde souverän und traten vor der Klasse unerwartet selbstbewusst auf. Das hat mich sehr gefreut!</p>
<p>Auch das <strong>Zeitmanagement</strong> der Gruppen lief gut. Wenn eine Gruppe merkte, dass die Zeit nicht mehr ausreichte, um einen weniger wichtigen Punkt zu behandeln, beendete sie die Stunde an dieser Stelle spontan. In der Fähigkeit, flexibel zu reagieren und gemeinsam gute Entscheidungen zu treffen, haben sich viele Gruppen positiv hervorgetan.</p>
<p>Eine Sache, die mir während der Umsetzung aufgefallen ist und die ich beim nächsten Mal anders machen möchte, betrifft die Aktivierung der Schülerinnen. In meinen Augen gab es zu viel Frontalunterricht. Zwar haben viele ein Kahoot-Quiz eingebaut, was für etwas Interaktion sorgte, aber mir hätte es besser gefallen, wenn die Klasse insgesamt stärker einbezogen worden wäre. Besonders ein durchdachter Einstieg hatte in vielen Gruppen noch gefehlt.</p>
<p>Manche Gruppen haben das dennoch schon sehr schön umgesetzt, zum Beispiel mit einer Mindmap. Es war spannend zu sehen, wie sehr die Kinder diese Methode mögen – das war mir vorher gar nicht so bewusst. Diese Methode werde ich für meinen eigenen Unterricht mitnehmen. Andere Gruppen hatten jedoch kaum eine richtige Einführung in ihr Thema, was ich beim nächsten Mal stärker in der Vorbereitung betonen möchte.</p>
<h4 data-start="1928" data-end="2077">Reflexion</h4>
<p data-pm-slice="1 1 []">Damit das Projekt nicht einfach mit dem Ende der Präsentationen abgeschlossen ist, sollten die Schülerinnen es noch einmal reflektieren. Mir ist wichtig, dass sie sich Gedanken darüber machen: Was lief gut? Was lief weniger gut? Wie habe ich mich selbst bei der Präsentation verhalten? Was haben andere gut gemacht, was ich für mich übernehmen kann?</p>
<figure id="attachment_36120" aria-describedby="caption-attachment-36120" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-36120 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-07.10.46.png?resize=800%2C559&#038;ssl=1" alt="Einblicke in den Reflexionsbogen" width="800" height="559" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-07.10.46.png?resize=1024%2C716&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-07.10.46.png?resize=300%2C210&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-07.10.46.png?resize=768%2C537&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-07.10.46.png?resize=1536%2C1074&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-07.10.46.png?resize=600%2C420&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2025/04/Bildschirmfoto-2025-04-02-um-07.10.46.png?w=1644&amp;ssl=1 1644w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-36120" class="wp-caption-text">Einblicke in den Reflexionsbogen</figcaption></figure>
<p>Hier war ich sehr positiv überrascht. Die Mädchen reflektierten sehr ausführlich und tiefgehend – das hat mich gefreut. Besonders beeindruckt hat mich, wie selbstkritisch viele waren und wie gut sie nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen Gruppen analysiert haben. Dass sie das so ernst genommen haben, hätte ich von einer neunten Klasse in der Hochphase der Pubertät nicht unbedingt erwartet.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p class="" data-start="6636" data-end="7179">Mir persönlich hat das Projekt echt <strong>Freude</strong> gemacht, denn es war schön, die Mädels einmal in einer anderen Rolle zu sehen. Es gab echt einige Überraschungen, bei denen ich nicht gedacht hätte, dass sie so toll vor der Klasse agieren oder eine so tolle Führung übernehmen. Persönlich würde ich das Projekt gerne in dieser Klasse, einer neunten Realschulklasse, noch einmal durchführen – eventuell die Stellschrauben ein wenig ändern, auch an den Stellen, an denen die Schülerinnen in der Reflexion gesagt haben, dass sie es anders machen würden. Während mein Endschluss einer Wiederholung feststeht, sind sich die Schülerinnen dagegen noch etwas uneinig, was eine erneute Unterrichtsplanung betrifft. Das Projekt hat viele von ihnen auf eine neue, möglicherweise auch unbekannte Art und Weise gefordert, die sie vorher noch nicht kannten.</p>
<p class="" data-start="7459" data-end="7938">Ansonsten hatte ich den Eindruck, dass <strong>künstliche Intelligenz</strong> zwar auch genutzt wurde, aber eher in der <strong>kreativen Phase</strong>. Die Kinder haben viel mit dem Buch gearbeitet, sich die Kahoot-Fragen überlegt, die Präsentationen für die Stunde selbst erstellt und KI eher als Hilfestellung genutzt. Das finde ich vollkommen in Ordnung. KI kann helfen – tut sie ja auch in unserem Lehreralltag. Aber sie soll nicht die Präsentation erstellen, die anschließend vor der Klasse gehalten wird.</p>
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		<title>Alternative Prüfungsformate: E-Portfolios im Fremdsprachenunterricht</title>
		<link>https://www.kms-bildung.de/alternative-pruefungsformate-e-portfolios-im-fremdsprachenunterricht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Björn Hennig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Sep 2024 13:59:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Latein]]></category>
		<category><![CDATA[Portfolio]]></category>
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					<description><![CDATA[Im folgenden Gastbeitrag stellt euch Lisa von @beziehungmachtschule [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="t pg-1m0 pg-1x1 pg-1h4 pg-1y4 pg-1ff2 pg-1fs0 pg-1fc0 pg-1sc0 pg-1ls0 pg-1ws0">
<p>Im folgenden Gastbeitrag stellt euch Lisa von <a href="https://www.instagram.com/beziehungmachtschule?igsh=MXczZmlkaDQ5ZDY5Zw==">@beziehungmachtschule</a> vor, wie sie E-Portfolios als Alternatives Prüfungsformat im Lateinunterricht eingesetzt hat. Es lohnt sich möglicherweise, die begleitende Pinnwand (<a href="https://www.taskcards.de/#/board/7c310a23-de9c-4ff3-92f7-468646433ae3/view?token=bea183ca-f318-4926-a6c9-1652de5ba33e">hier</a>) beim Lesen des Artikels in einem weiteren Tab zum Nachvollziehen der Struktur geöffnet zu haben.</p>
<p><b>Was ist ein E-Portfolio</b></p>
<p>Ein Portfolio ist eine Sammlung deiner selbst ausgewählten Produkte zu einem bestimmten Thema/ einer bestimmten Aufgabe. Im E-Portfolio können diese Produkte auch digital sein. Die Klasse ist <strong>grundsätzlich frei darin</strong>, wie sie die Aufgaben technisch umsetzt. Es können Audios, Videos, handschriftliche Texte, Grafiken und andere Sachen hochgeladen werden. In diesem Portfolio geht es darum, dass sich die Lernenden <strong>möglichst selbstständig die Inhalte eines Themas</strong>, in diesem Beispiel Lektion 26 aus dem Lateinunterricht erschließen, <strong>fachlich kritisch mit KI umgehen und am Ende ein kreatives Produkt zu Augustus erstellen</strong>. Im Lernprozessportfolio sind die <strong>Entwicklung und Selbstreflexion</strong> der Lernenden, also der Blick auf das eigene Lernen und die gewählten Wege, ein besonders wichtiger Bestandteil.</p>
<h4>Für wen ist die Methode geeignet?</h4>
<p>Die E-Portfoliomethode ist eine besonders geeignete Methode, wenn du den <strong>Lernprozess</strong> deiner Schüler*innen <strong>sichtbar machen</strong> und sie noch <strong>stärker zum selbstorganisierten Lernen und zur Selbstreflexion anleiten möchtest</strong>. Durch das Portfolio gelingt eine <strong>aktive Auseinandersetzung mit dem eigenen Lernen und Arbeiten</strong>. Unsichtbare Schritte, die zu einem Ergebnis führen, werden durch gezielte Reflexionsfragen deutlich und nutzbar für den weiteren Weg. Die vorliegende Unterrichtsreihe bezieht sich auf Lektion 26 des (blauen) PONTES und beschäftigt sich inhaltlich mit den neuen Vokabeln der Lektion, der Wiederholung des <i>ablativus absolutus</i> und der Einführung des nominalen abl.abs. Das Thema der Lektion ist Kaiser Augustus, sein politischer Wertegang und seine Herrschaftsperiode.</p>
<p>Neben fachlichen Kompetenzen liegt der Schwerpunkt dieser Portfolioarbeit auf der <strong>Selbstreflexion und Selbstorganisation</strong> sowie auf <strong>digitalen Fähigkeiten</strong>, zu denen auch der <strong>Umgang und Einsatz von KI gehören</strong>. Um mit der KI datenschutzkonform arbeiten zu können, nutze ich mit meinen Lerngruppen den fobizz-Klassenraum. In den fobizz-Tools könnt ihr einen Klassenraum und entsprechend viele Einzelzugänge erzeugen, anschließend wählt ihr aus, welche KI-Systeme der Lerngruppe zur Verfügung stehen soll. Für die vorliegende Portfolioarbeit habe ich die Sprachmodelle und die Bild-KI freigeschaltet.</p>
<h4>Organisation der Einheit</h4>
<p>Die im obigen Abschnitt vorgestellt Einheit, habe ich mit einer digitalen Pinnwand visualisiert. Ich teile mit euch hier die<strong> TaskCards (<a href="https://www.taskcards.de/#/board/7c310a23-de9c-4ff3-92f7-468646433ae3/view?token=bea183ca-f318-4926-a6c9-1652de5ba33e">hier</a>)</strong>, die auch meinen Schüler*innen zur Verfügung stand, damit ihr euch einen Überblick über den Aufbau des Portfolios verschaffen könnt.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33132 aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?resize=756%2C420&#038;ssl=1" alt="e-portfolio" width="756" height="420" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?w=2088&amp;ssl=1 2088w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?resize=300%2C167&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?resize=1024%2C568&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?resize=768%2C426&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?resize=1536%2C853&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?resize=2048%2C1137&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?resize=600%2C333&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/e-portfolio.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 756px) 100vw, 756px" /></p>
<p>In der geteilten Pinnwand fehlen die jeweiligen Buchseiten, die ihr – je nach Lizenz – noch auf eure Pinnwand hochladen müsstet. Ggf. arbeitet eure Lerngruppe auch mit dem analogen Buch. Dann genügt ein Hinweis auf die jeweilige Seitenzahl. Innerhalb der Pinnwand findet ihr noch ein Vokabel-Kahoot, das über meinen eigenen Account freigeschaltet wurde. Falls ihr selbst die Testergebnisse eurer Lerngruppe einsehen möchtet, müsstet ihr das Kahoot kopieren und euren Schüler*innen zuweisen. Durch die Kopierfunktion in taskcards könnt ihr die Pinnwand nach eigenen Wünschen ergänzen oder abändern. So kann sie auch für eine andere Lektion oder ein anderes Fach genutzt werden.</p>
<p>Wenn ihr einen TaskCards-Zugang für den Bildungsbereich habt, könnt ihr unendlich viele Pinnwände erstellen und die Pinnwand nach Fertigstellung für jeden Schüler und jede Schülerin kopieren und anschließend mit ihm/ihr teilen. So hat nur der Schüler/ die Schülerin und ihr Zugang zur Pinnwand, auf die alle Ergebnisse hochgeladen werden. Weiterhin habt ihr die Möglichkeit euren Lernenden individuell auf ihrer eigenen Pinnwand ein Feedback zu geben. Ich habe dazu eine bestimmte Kachelfarbe (gelb) mit meiner Lerngruppe vereinbart, dadurch ist schnell ersichtlich, ob ein neues Feedback vorliegt, das für die weitere Arbeit genutzt werden kann.</p>
<p><b>Durchführung der Einheit</b></p>
<p>Dieses Portfolio wird in <strong>Einzelarbeit</strong> angefertigt. Eine Ausnahme bildet möglicherweise die letzte kreative Aufgabe. Sollten die Lernenden hierfür eine Idee haben, die nur zu zweit umsetzbar ist, können sie diese der Lehrkraft vorstellen, und es wird gemeinsam überlegt, wie die Teamaufteilung erfolgen kann. Den Lernenden stehen in dieser Pinnwand verschiedene Aufgaben zur Verfügung, die nicht alle bearbeitet werden müssen. Sie wählen selbst pro Einheit aus, welche Aufgaben und Methoden sie für sich als am besten geeignet erachten, um Fortschritte zu erzielen. Ebenso entscheiden sie, was sie hochladen möchten. Zu Beginn jeder Einheit finden die Lernenden die <strong>Anzahl der Pflichtaufgaben</strong>.</p>
<p><b>Reflexion und Feedback</b></p>
<p>Zentral bei der Arbeit an ihrem eigenen Portfolio ist, dass dieses den <strong>Lernprozess abbildet</strong>. Das bedeutet, dass die Lernenden selbst und ihr Lernen im Zentrum stehen. Dies gelingt nur dann, wenn sie sich – gegebenenfalls mit Unterstützung der Lehrkraft – ihren <strong>Lernprozess vergegenwärtigen</strong>. Dazu wird es immer wieder <strong>Selbsteinschätzungsbögen</strong> und <strong>Reflexionsaufgaben</strong> geben, für die sich die Lernenden Zeit nehmen sollten, um sie detailliert zu beantworten. Weiterhin wird zwischendurch immer wieder Zeit für kurze <strong>Reflexionsgespräche</strong> eingeplant. Zudem erhalten die Lernenden regelmäßig Feedback innerhalb der digitalen Pinnwand (gelbe Kacheln). Wie sie mit diesem Feedback umgehen, um ihre Arbeit zu verbessern, ist ein weiterer zentraler Bestandteil des Portfolios.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-33134 aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/selbsteinschaetzung-latein-portfolio.png?resize=474%2C616&#038;ssl=1" alt="selbsteinschätzung latein portfolio" width="474" height="616" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/selbsteinschaetzung-latein-portfolio.png?w=814&amp;ssl=1 814w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/selbsteinschaetzung-latein-portfolio.png?resize=231%2C300&amp;ssl=1 231w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/selbsteinschaetzung-latein-portfolio.png?resize=788%2C1024&amp;ssl=1 788w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/selbsteinschaetzung-latein-portfolio.png?resize=768%2C998&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/09/selbsteinschaetzung-latein-portfolio.png?resize=600%2C780&amp;ssl=1 600w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /></p>
<p><b>Bewertung</b></p>
<p>Dieses Portfolio zeigt den Lernprozess der Lernenden. Es geht nicht darum, von Anfang an <strong>immer alles richtig zu machen</strong>. Vielmehr ist es entscheidend, ob sie bereit sind, von ihrem <strong>Ausgangspunkt aus weiter zu wachsen</strong>, sich <strong>persönliche Herausforderungen</strong> zu suchen und das <strong>Feedback sinnvoll zu nutzen</strong>. Zentral bei der Bewertung wird daher sein, wie sie mit <strong>Fehlern umgegangen sind</strong> und welchen <strong>Herausforderungen</strong> sie sich gestellt haben. <strong>Selbstreflexion und der Umgang mit Fehlern werden ein Kern der Bewertung sein.</strong> Weitere Bewertungskriterien werden etwa in der Mitte der Bearbeitungszeit gemeinsam besprochen. Dabei sind die Vorschläge der Lernenden wichtig. Es wird sich also gemeinsam auf ein Bewertungsraster geeinigt.</p>
<p>Während die Schüler*innen an ihren Aufgaben arbeiten, können wir als Lehrkräfte in die Rolle des Lernbegleiters/ der Lernbegleiterin schlüpfen. Dies ermöglicht uns Freiräume, um auch in kurzen <b>Reflexionsgesprächen</b> mit den Lernenden über den aktuellen Stand und auftretende Schwierigkeiten sprechen zu können. Am Ende der Portfolioarbeit kann sich ein <b>Portfoliogespräch</b> anschließen, das die Arbeit und den Lernprozess nochmals zusammenfasst. Wie dies organisatorisch umgesetzt werden kann, ist auch von der Stundenanzahl in der Lerngruppe abhängig. Schön ist es, wenn ihr für jeden Schüler/ jede Schülerin ca. 10 Minuten einplanen könnt, was evtl. am Elternsprechtag umsetzbar ist. Denn dann kann das Ergebnis auch den Erziehungsberechtigten vorgestellt werden. Falls dies nicht möglich ist, habe ich gute Erfahrungen damit gemacht, das Portfolio in Auswahl (s. letzte Spalte der Pinnwand) in einer Videopräsentation vorstellen zu lassen, die mit der Lehrkraft geteilt wird. Die Videopräsentation kann eine vertonte PowerPoint-Präsentation sein oder mit der Bildschirmaufnahmefunktion des iPads umgesetzt werden.</p>
<p>Ich freue mich, wenn ihr den Einsatz des Portfolios im Latein- oder Fremdsprachenunterricht ausprobiert. Für Fragen und Anregungen meldet euch gerne über meinen insta-Account: <a href="https://www.instagram.com/beziehungmachtschule?igsh=MXczZmlkaDQ5ZDY5Zw==">@beziehungmachtschule</a></p>
<p>Viel Spaß bei der Umsetzung!</p>
<p>Lisa</p>
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		<title>Wie starte ich einen Instagramaccount mit meiner Klasse?</title>
		<link>https://www.kms-bildung.de/wie-starte-ich-einen-instagramaccount-mit-meiner-klasse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Sambeth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2024 12:57:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Canva]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Lernprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor zwei Jahren habe ich mit meiner damaligen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex-shrink-0 flex flex-col relative items-end">
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<div class="pt-0">
<div class="gizmo-bot-avatar flex h-8 w-8 items-center justify-center overflow-hidden rounded-full">
<div class="relative p-1 rounded-sm flex items-center justify-center bg-token-main-surface-primary text-token-text-primary h-8 w-8">Vor zwei Jahren habe ich mit meiner damaligen 10. Klasse auf Wunsch meiner Schülerinnen (mehr dazu <a href="https://www.kms-bildung.de/2023/04/20/mit-schuelerinnen-einen-instagram-account-betreiben/">hier</a>) den politischen Instagram-Account @schoolitics (zum Account <a href="https://www.instagram.com/schoolitics?igsh=MWw5dGVta3dsZ2o2eg%3D%3D&amp;utm_source=qr">hier</a>) gegründet. Da mich hierzu immer wieder eine Reihe von Fragen erreichen, habe ich ein kleines Q&amp;A, basierend auf meinen Erfahrungen der letzten zwei Jahre, zum Thema &#8222;Einen Instagram-Account mit einer Klasse gründen und führen&#8220; erstellt. Sollten weitere Fragen auftreten, könnt ihr gerne kommentieren oder mir eine E-Mail (sambeth.kms@gmail.com) schicken.</div>
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<h4>Die Formalitäten</h4>
<p>Bevor es mit dem eigentlichen Erstellen von Content so richtig losgehen kann, sind meiner Meinung nach noch einige Dinge zu beachten. An dieser Stelle sollte auch schon klar sein, zu welchem Thema der Account erstellt wird.</p>
<h5>Was sagt die Klasse dazu?</h5>
<p>Meine erste @schoolitics-Klasse hat sich damals den Account gewünscht, und so war klar, dass wir dieses Projekt gemeinsam starten. Andernfalls würde ich das Vorhaben definitiv mit der Klasse abklären, da es viel <strong>Arbeit</strong> und <strong>Disziplin</strong> von den Schüler:innen erfordert und <strong>Motivation</strong> unbedingt vorhanden sein muss. Eine Klasse, die nicht gut eigenständig und verantwortungsbewusst arbeiten kann, wird möglicherweise Probleme haben, da die Lehrkraft bei diesem Projekt die Klasse begleitet, aber nur wenig Strukturen vorgibt. Die Schüler:innen müssen <strong>eigenverantwortlich arbeiten</strong> können und ein gutes <strong>Zeitmanagement</strong> haben, da die Posts in der Regel an Abgabetermine gekoppelt sind und bis zu diesem Datum ein Beitrag auch stehen muss.</p>
<h5>Datenschutz &amp; Co.</h5>
<p>Nachdem die Klasse dem Projekt zugestimmt hat, führt der nächste Schritt zur <strong>Schulleitung</strong> und zum <strong>Datenschutzbeauftragten</strong>. Hier müssen verschiedene Formalitäten geklärt und ein passender Elternbrief herausgegeben werden. Die wichtigsten Punkte dabei sind die Erläuterung des Projekts sowie die Erlaubnis, die Kinder auf Social Media mit Bild-, Ton- und Filmaufnahmen zeigen zu dürfen. Diese Erlaubnis hole ich standardmäßig ein und habe auch ergänzt, dass die Kinder im Rahmen des Projekts in Zeitungs- und Blogartikeln erscheinen dürfen. Für mich bedeutet das Einverständnis der Eltern jedoch nicht, dass sich das Kind anschließend auch auf dem Account zeigen muss. Das sollte immer freiwillig sein und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt werden.</p>
<h4>Organisation des Projekts im Klassenzimmer</h4>
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<p>Nachdem die Schulleitung und die Eltern dem Projekt zugestimmt haben, beginnt die Organisation und das Management der großen Anzahl an Creators, also der Klasse, für den Account.</p>
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</div>
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</div>
<h5>Name und Logo des Accounts</h5>
<p>Für den zu erstellenden Account müssen ein <strong>Name</strong> und ein <strong>Logo</strong> gefunden werden, die idealerweise den Inhalt widerspiegeln. Ich empfehle, dies einfach demokratisch abzustimmen. Es wird nie gelingen, alle Mitglieder der Klasse glücklich zu machen, und am Ende müssen sie das akzeptieren. Bei uns wird der Account @schoolitics jedes Jahr an die nächste 10. Klasse weitergegeben, sodass die Diskussion um den Namen entfällt und wir nur noch das Farbkonzept nach Mehrheitsprinzip abstimmen.</p>
<h5>Verwaltung des Accounts</h5>
<p>Nachdem der Name und das Logo des Accounts festgelegt sind, steht die Erstellung desselben an. Es ist sinnvoll, parallel zur Namensfindung auf Instagram zu überprüfen, ob der gewünschte Name überhaupt verfügbar ist. An unserer Schule ist es so geregelt, dass die Schülerinnen keinen direkten Zugriff auf den Account haben. Sie dürfen ihn nur unter meiner Anleitung über mein Handy und unter meiner Aufsicht in der Schule nutzen. Ich verwalte den Account alleine und stelle die Beiträge und Reels nach den Wünschen der Mädchen online. Dieses Konzept funktioniert bei uns sehr gut, erfordert jedoch zusätzliche Arbeit für die Lehrkraft, da sie die Koordination des Accounts auch in ihrer Freizeit managen muss.</p>
<h5>Tool und Räume zum Erstellen der Beiträge</h5>
<p>Zu einem gelungenen Account gehören auch die passenden Beiträge. Wir erstellen diese mit <strong>Canva</strong>, während die Reels mit <strong>CapCut</strong> und <strong>iMovie</strong> geschnitten werden. Je nachdem, wie die Nutzung dieser Tools an der eigenen Schule geregelt ist, müssen sie gegebenenfalls auch noch im Elternbrief zum Projekt zwecks Datenschutz erwähnt werden. Damit die Klasse die Beiträge ohne Probleme erstellen kann, bietet sich je nach Vorkenntnissen eine Schulung an. In der Regel beherrschen meine Schülerinnen in der 10. Klasse sowohl Canva als auch CapCut, sodass sich dieser Punkt meist erübrigt. Wenn neben Posts auch Reels gedreht werden sollen, ist es sinnvoll, sich Gedanken darüber zu machen, wo diese gedreht werden können. Wir haben hierfür mittlerweile zwei Medienräume mit Greenscreen und Lightboxen ausgestattet. Zudem empfiehlt es sich, die Schriftarten sowie die Farben des Accounts bei Canva, falls genutzt, als Marke einzuspeichern, da dies den Workflow erleichtert.</p>
<h5>Organisation der Contents</h5>
<p>Nachdem die Grundlagen für den Account gelegt sind, geht es an die Organisation der Klasse beim Erstellen der Beiträge. Ich handhabe es so, dass die Themen einen <strong>Mix aus Lehrplan und individuellen Wünschen</strong> darstellen, um auch aktuelle politische Themen anzusprechen. Wir arbeiten in Kleingruppen, bei denen jede Person ihre eigene Aufgabe hat. Die Themen für den Account werden auf einer TaskCard gesammelt, und dort geben die Mädchen auch ihre Caption, Quellen und Hashtags für den jeweiligen Post an. Ich wechsle direkt zu Canva, da es für mich einfacher ist, wenn die Informationen zum Post direkt in einem Slide auf Canva eingefügt sind, sodass ich diese nicht extra auf der TaskCard suchen muss. Für die Erstellung der Beiträge haben die Gruppen dann eine gewisse Zeitspanne, bevor die Beiträge abgegeben werden. Das funktioniert auch gut über Canva, da die Mädchen die Beiträge direkt an mich als Lehrkraft senden können.</p>
<h5>Urheberrecht</h5>
<p>Neben der <strong>Caption</strong> und den <strong>Hashtags</strong> müssen die Mädchen auch alle <strong>Quellen</strong> für ihre Beiträge angeben. Es empfiehlt sich, wenn vorher nicht bereits in Informatik oder ähnlichen Fächern behandelt, das Thema Urheberrecht nochmals zu thematisieren.</p>
<h4>Das laufende Projekt</h4>
<h5>Ablauf des Unterrichts</h5>
<p>Wie ich im Unterkapitel „Organisation des Contents“ bereits erwähnt habe, findet die Arbeit an den Posts in <strong>Kleingruppen</strong> statt. Hier hat sich eine <strong>Gruppengröße</strong> von <strong>zwei bis drei Mädchen</strong> als zielführend erwiesen, allerdings habe ich auch kein Problem damit, wenn jemand lieber alleine arbeiten möchte. Die Mädchen sollen sich so aufteilen, wie sie am <strong>zielführendsten</strong> und <strong>effektivsten</strong> arbeiten können. Dabei beachte ich allerdings die Größe der Gruppe bei der Verteilung der Themen, da es in meinen Augen nicht fair ist, wenn jemand, der alleine arbeitet, ein sehr komplexes Thema recherchieren muss, während andere zu dritt ein eher einfaches Thema bearbeiten.</p>
<figure id="attachment_32704" aria-describedby="caption-attachment-32704" style="width: 1920px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32704 size-full" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?resize=800%2C450&#038;ssl=1" alt="Beispielposts aus einer Präsentation des @schoolitics-Klasse" width="800" height="450" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?w=1920&amp;ssl=1 1920w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?resize=600%2C338&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Hellblau-Weiss-Modern-Organisch-Elegant-Social-Media-Business-Praesentation.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-32704" class="wp-caption-text">Beispielposts aus einer Präsentation des @schoolitics-Klasse für das LMZ BW</figcaption></figure>
<p>In den vergangenen zwei Jahren mit @schoolitics habe ich es so gehandhabt, dass wir mit der Verteilung der Themen in eine neue Runde der Content-Erstellung gestartet sind. Dies möchte ich in diesem Jahr ändern, weil mir dabei etwas der rote Faden gefehlt hat. Der aktuelle Plan ist, jede neue Postingrunde mit einem etwa 45-minütigen Input zu beginnen, der sehr offen gestaltet ist, damit die Mädchen die verschiedenen Themen in ihren Grundlagen kennenlernen und sich damit auseinandersetzen können. Anschließend werden die Themen auf unsere TaskCards gesetzt und verteilt. Wenn mir bei einigen Themen <strong>bestimmte Schwerpunkte</strong> wichtig sind oder ich gutes Material dazu habe, ergänze ich das ebenfalls auf unserer Pinnwand.</p>
<p>Nach der Vergabe der Themen an die zuvor gebildeten Gruppen – ein Durchmischen der Gruppen hat sich tatsächlich nicht als sinnvoll erwiesen, da die Mädchen sich sehr gut eingespielt haben und jede ihre eigene Rolle und Aufgabe im Team übernommen hat – starteten die Mädchen mit der Recherche und der Erstellung des Contents. Sie hatten meist <strong>vier bis fünf Schulstunden Zeit</strong>, um zu recherchieren, zu drehen und ihr Thema auszuarbeiten. Im Anschluss daran wurden die Beiträge der Klasse vorgestellt.</p>
<h5>Korrektur und Überarbeitung der Posts</h5>
<p>Im <strong>Plenum</strong> wurde anschließend zu jedem Beitrag <strong>Feedback</strong> gegeben – hierbei lege ich großen Wert auf <strong>wertschätzendes und konstruktives Feedback</strong>. Zudem wurde die Caption samt Hashtags besprochen. Ziel dieser Besprechung ist es, den Beitrag auf seine Zielgruppentauglichkeit zu überprüfen sowie mögliche Ungereimtheiten und Rechtschreibfehler zu identifizieren. Nach dieser Feedbackrunde haben die Mädchen nochmals Zeit, ihren Beitrag zu überarbeiten, bevor dieser final gepostet und bewertet wird.</p>
<h5>Notengebung</h5>
<div class="group/conversation-turn relative flex w-full min-w-0 flex-col agent-turn">
<div class="flex-col gap-1 md:gap-3">
<div class="flex max-w-full flex-col flex-grow">
<div class="min-h-[20px] text-message flex w-full flex-col items-end gap-2 whitespace-pre-wrap break-words [.text-message+&amp;]:mt-5 overflow-x-auto" dir="auto" data-message-author-role="assistant" data-message-id="b5f50c9b-94a3-4743-aaa2-59f01c8c4070">
<div class="flex w-full flex-col gap-1 empty:hidden first:pt-[3px]">
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<p>Wie ich bereits an anderer Stelle erwähnt habe, werden die einzelnen Beiträge der Mädchen auch benotet. Hierbei gibt es ein <strong>Bewertungsraster</strong>, das ich vorab an die Mädchen herausgegeben habe. Dieses Raster berücksichtigt insbesondere die Gestaltung und Verständlichkeit des Beitrags sowie die Angabe der Quellen, die Caption und die Hashtags. An dieser Stelle empfehle ich, gemeinsam mit der Klasse einen <strong>Erwartungshorizont</strong> zu erarbeiten, um eine möglichst hohe <strong>Transparenz</strong> zu gewährleisten.</p>
<figure id="attachment_32702" aria-describedby="caption-attachment-32702" style="width: 724px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32702 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Bewertung-%40schoolitics.png?resize=724%2C1024&#038;ssl=1" alt="Beispiel für einen ausführlichen Erwartungshorizont" width="724" height="1024" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Bewertung-%40schoolitics.png?resize=724%2C1024&amp;ssl=1 724w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Bewertung-%40schoolitics.png?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Bewertung-%40schoolitics.png?resize=768%2C1086&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Bewertung-%40schoolitics.png?resize=1086%2C1536&amp;ssl=1 1086w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Bewertung-%40schoolitics.png?resize=600%2C849&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/08/Bewertung-%40schoolitics.png?w=1414&amp;ssl=1 1414w" sizes="(max-width: 724px) 100vw, 724px" /><figcaption id="caption-attachment-32702" class="wp-caption-text">Beispiel für einen ausführlichen Erwartungshorizont</figcaption></figure>
</div>
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</div>
<h5>Motivation im Klassenzimmer</h5>
<p>Ich bin ehrlich: Dieses Projekt ist weder für die Schülerinnen noch für die Lehrkraft ein Zuckerschlecken. Die Mädchen lernen relativ schnell, wie viel harte Arbeit hinter einem einzigen Instagram-Post steckt, und erleben natürlich auch Durststrecken, in denen sie sich wünschen, wieder zum &#8222;normalen&#8220; Unterricht zurückzukehren. Aber auch das gehört dazu – sich selbst zu überwinden, sich zu motivieren und solche Phasen der Demotivation durchzustehen. Am Ende sind alle stolz darauf, diese schwierigen Phasen gemeistert zu haben, und freuen sich über das viele Lob und positive Feedback für ihren Account. In diesen Phasen hilft es, meiner Erfahrung nach, immer gut, die Klasse zu motivieren und mit Optimismus und gutem Beispiel voranzugehen, indem man beispielsweise auch einmal selbst einen Post für den Account erstellt, der natürlich auch von der Klasse bewertet werden darf.</p>
<h5>Gäste im Klassenzimmer</h5>
<p>Da ich mich zwar im Bereich &#8222;Social Media&#8220; etwas auskenne, aber keinen politischen Content produziere, habe ich mir sowohl <strong>fachliche als auch politische Gäste</strong> ins Klassenzimmer geholt, die die Mädchen bei ihrer Arbeit unterstützt haben. So waren diverse <strong>politische Instagramkanäle</strong> bei uns zu Gast, der <strong>Bayerische Rundfunk</strong>, aber auch politische Akteure, die über ihre Arbeit berichtet haben und den Mädchen auch für Interviews für ihren Kanal zur Verfügung standen.</p>
<h4>Einsatz von KI</h4>
<p>Wie bei so vielen anderen Projekten ist auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hier ein Thema. Den Schülerinnen möchte ich den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht nicht verbieten, allerdings unter <strong>bestimmten Voraussetzungen</strong>. Sie dürfen die &#8222;kleine Hilfe&#8220; in Form von bildlicher KI, zur Ideenfindung und zur Korrektur der Posts einsetzen. Recherchiert wird mit Hilfe der KI nicht, da die kostenfreien Tools in der Regel nicht auf dem aktuellen Stand sind und dies für eine aktuelle politische Berichterstattung nicht zielführend ist.</p>
<h4>Regelmäßigkeit der Beiträge</h4>
<div class="flex-shrink-0 flex flex-col relative items-end">
<div class="pt-0">
<div class="gizmo-bot-avatar flex h-8 w-8 items-center justify-center overflow-hidden rounded-full">
<div class="relative p-1 rounded-sm flex items-center justify-center bg-token-main-surface-primary text-token-text-primary h-8 w-8">Da wir in der Klasse mit Kleingruppen arbeiten, ist es möglich, innerhalb kurzer Zeit eine hohe Anzahl an Beiträgen zu generieren. Das Ziel ist es, pro Woche <strong>zwei bis drei Beiträge</strong> online zu stellen, um den Algorithmus zu bedienen. Dass dies beispielsweise nicht immer gelingt, insbesondere in den Ferien, ist durch das Projekt bedingt und muss akzeptiert werden.</div>
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</div>
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		<title>Alternative Prüfungsformate: Podcasts mit Schüler:innen im Unterricht erstellen</title>
		<link>https://www.kms-bildung.de/alternative-pruefungsformate-podcasts-mit-schuelerinnen-im-unterricht-erstellen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Sambeth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 May 2024 08:13:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor nicht ganz drei Jahren habe ich die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vor nicht ganz drei Jahren habe ich die heutige 10. Klasse in Geschichte übernommen. Somit haben wir drei gemeinsame Jahre bis zu ihrem Abschluss miteinander verbracht. Schon zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit habe ich festgestellt, dass einige der Schülerinnen gerne Podcasts als kreative Lernprodukte im Unterricht aufnahmen. Mit der Zeit hat sich auch die Ausstattung und das technische Equipment der Schule weiterentwickelt, sodass ich mir für das letzte Lernprodukt ihrer Schulkarriere in meinem Fach vorgenommen habe, dass wir einmal richtig professionell wirkende Podcasts aufnehmen.</p>
<h4>Was macht einen guten Podcast aus?</h4>
<p>Zu Beginn unserer Einheit haben wir zunächst darüber gesprochen, was einen guten Podcast überhaupt ausmacht und was den Mädchen bei einem Podcast wichtig ist. Diese von ihnen genannten Kriterien haben sich neben weiteren inhaltlichen Kriterien auch wieder im Erwartungshorizont gefunden. Ein Problem der vergangenen Podcasts war nämlich, dass diese inhaltlich zwar oft stark waren, jedoch das Hörerlebnis an einigen Stellen noch verbessert werden konnte. Dieses Problem möchte ich an dieser Stelle nicht ausschließlich den Mädchen zuschreiben, sondern wir haben diese Komponenten des Podcasts zuvor auch nie explizit behandelt. Im Rahmen des Medienkurses der Schule haben wir nun über die Bedeutung des Storytellings und der musikalischen Untermalung eines Podcasts diskutiert und hier bereits einige Ideen für die praktische Umsetzung gesammelt.</p>
<div style="width: 100%;">
<div style="position: relative; padding-bottom: 56.25%; padding-top: 0; height: 0;"></div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
<h4></h4>
<h4>Die technische Umsetzung des Podcasts</h4>
<p>Neben der inhaltlichen Raffinesse des Podcasts war es auch wichtig, diesen möglichst technisch sauber umzusetzen. Hierfür habe ich GarageBand von Apple auf dem iPad genutzt. Das Tool, das auf den ersten Blick etwas überwältigend wirken kann, ist jedoch sehr übersichtlich gestaltet und eignet sich hervorragend zum Aufnehmen und Erstellen von Podcasts im Unterricht. Insbesondere Funktionen wie das Verzerren und Verändern der eigenen Stimmen, das Schneiden von Aufnahmen, das Erstellen von unterschiedlichen Aufnahmespuren, das Hinzufügen von musikalischen Hintergründen und das Einfügen externer Inhalte sind für mich ein großer Vorteil des kostenlosen Tools gegenüber anderen Anbietern. Den Mädchen habe ich samt der obigen Einführung in 90 Minuten GarageBand erklärt, und wir hatten am Ende noch etwa 15 Minuten Zeit, um eigene Experimente mit dem Tool durchzuführen und erste Fragen zu klären.</p>
<h4>Die grafische Gestaltung</h4>
<p>Zu einem echten Podcast gehört natürlich auch das perfekte Cover. Dies kann beim Export der Datei aus GarageBand ganz elegant eingefügt werden und wurde von den Mädchen mit Canva erstellt. Hierzu haben sie auf die verschiedenen Vorlagen des Programms zurückgegriffen und im Handumdrehen ihr Cover mit passendem Namen erstellt.</p>
<h4>Durchführung im Unterricht</h4>
<h5>Vergabe der Themen</h5>
<p>Die Themen für die Podcasts haben die Mädchen bereits im Medienkurs erhalten und konnten somit erste Überlegungen auch passend zu ihrem Thema anstellen. Gearbeitet wurde hierbei in Kleingruppen mit zwei bis drei Personen. Die Themen waren in der Lerneinheit zum Kalten Krieg angesiedelt und setzten sich folgendermaßen zusammen:</p>
<ul>
<li>Koreakrieg</li>
<li>Vietnamkrieg</li>
<li>Wettlauf zum Mond und Mondlandung</li>
<li>Entkolonialisierung</li>
<li>Umbruch im Ostblock</li>
<li>Friedliche Revolution</li>
<li>Ende des Kalten Krieges</li>
<li>Mauerfall</li>
</ul>
<p>Neben der Bearbeitung der Themen war es zudem Aufgabe der Mädchen, eine eigene auditive Quelle in den Podcast gewinnbringend einzufügen und diese zu thematisieren. Dies konnte ein Ausschnitt aus einem Interview sein oder die berühmten Worte der Mondlandung.</p>
<h5>Erarbeitung und Aufnahme des Podcasts</h5>
<p>Nachdem die Themen vergeben waren, begannen die Mädchen mit der Anfertigung von Skripten für ihre Podcasts. Im Anschluss an diese Erarbeitungsphase wurden die Podcasts aufgenommen und geschnitten. Hierfür standen ihnen verschiedene Räumlichkeiten der Schule sowie Mikrofone zur Verfügung, um möglichst eine gute Soundqualität zu erzielen und alle Nebengeräusche auszublenden.</p>
<h5>Abgabe und Bewertung</h5>
<p>Nachdem die Mädchen etwa fünf Unterrichtsstunden mit der Erstellung und Aufnahme ihres Podcasts verbracht hatten, wurden diese über unsere Lernplattform im mp3-Format abgegeben und anschließend im Unterricht angehört. Die Podcasts wurden nach den zuvor besprochenen Kriterien bewertet, wobei der fachliche Inhalt einen gewissen Schwerpunkt einnahm.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Von den Ergebnissen der Mädchen war ich absolut begeistert, da sich ausnahmslos alle im Vergleich zu vorherigen Aufnahmen steigern konnten und die Podcasts in beeindruckender Qualität abgegeben wurden. Besonders schüchterne Schülerinnen sind aufgeblüht und haben sich im Podcast richtig gut artikuliert.</p>
<h4>Zusatzmaterial</h4>
<p>Das Beispiel in diesem Blogpost stammt aus der 10.Klasse. Mit einer 6.Klasse habe ich ebenfalls schon einmal Podcasts erstellt. Den passenden Blogpost (<a href="https://www.kms-bildung.de/2023/06/21/alternative-pruefungsformate-entdecke-rom-fesselnde-podcasts-und-schuelerkreativitaet-im-unterricht/">hier</a>) sowie Material für die Strukturierung der Schüler:innen bei der Erstellung von Podcasts im Unterricht (<a href="https://www.kms-bildung.de/produkt/arbeitsmaterial-zur-podcasterstellung/">hier</a>) ist auch im dem Blog verfügbar.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>de re publica: Den perfekten Staat aus LEGO Steinen bauen</title>
		<link>https://www.kms-bildung.de/de-re-publica-den-perfekten-staat-aus-lego-steinen-bauen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Björn Hennig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Mar 2024 16:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Lernprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Latein]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Cicero]]></category>
		<category><![CDATA[Gamification]]></category>
		<category><![CDATA[Lego]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Schulzeit meines Abiturjahrgangs in Latein neigt sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schulzeit meines Abiturjahrgangs in Latein neigt sich so langsam dem Ende zu und bevor es in die stressige Abitur-Phase geht, wollte ich noch eine nette &#8222;besondere&#8220; Aufgabe machen, allerdings natürlich mit Bezug zum niedersächsischen KC-Thema, was bei mir im Lateinunterricht Ciceros Werk &#8222;de re publica&#8220; war. In diesem geht es vor allem um die Frage nach dem perfekten Staat und wie dieser aufgebaut bzw. welche Institutionen dieser haben sollte. Diese Frage wollte ich meine Schüler*innen auch gerne beantworten lassen, doch anstatt dies schriftlich oder in einem Schaubild machen zu lassen, habe ich mich für eine Methode entschieden, wo ich mir selbst ein wenig unsicher war, ob das klappt: Den eigenen Staat mit Legosteinen zu bauen.</p>
<h4>Idee und Planung</h4>
<p>Der Ursprung dieser Idee entstammt tatsächlich größeren Aufräumarbeiten, bei welchen ich meinen alten Karton mit Legosteinen wiedergefunden habe. Da ich kurz zuvor einen Workshop zum Thema LEGO Serious Play mit Julian Kea besucht habe, hatte ich dadurch schon einige Ideen bekommen, wie man Lego in Bildungsformaten nutzen kann. Als ich dann meine alten Steine wiederentdeckt hatte, wusste ich, dass diese dann auch gleich ihren Weg in meinen Unterricht finden werden. Ein wirklich konkreter Anlass fehlte mir jedoch, bis ich schließlich die Idee des &#8222;eigenen Staat bauen&#8220; mit Lego verknüpfte.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-28187 aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/WhatsApp-Image-2024-03-08-at-16.40.46.jpeg?resize=275%2C489&#038;ssl=1" alt="Lego-Steine 1" width="275" height="489" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/WhatsApp-Image-2024-03-08-at-16.40.46.jpeg?w=1080&amp;ssl=1 1080w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/WhatsApp-Image-2024-03-08-at-16.40.46.jpeg?resize=169%2C300&amp;ssl=1 169w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/WhatsApp-Image-2024-03-08-at-16.40.46.jpeg?resize=576%2C1024&amp;ssl=1 576w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/WhatsApp-Image-2024-03-08-at-16.40.46.jpeg?resize=768%2C1365&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/WhatsApp-Image-2024-03-08-at-16.40.46.jpeg?resize=864%2C1536&amp;ssl=1 864w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/WhatsApp-Image-2024-03-08-at-16.40.46.jpeg?resize=600%2C1067&amp;ssl=1 600w" sizes="(max-width: 275px) 100vw, 275px" /></p>
<p>Der eigentliche Arbeitsauftrag war dann auch relativ kurz und ziemlich offen gefasst:</p>
<blockquote>
<p align="JUSTIFY"><span style="font-size: large;">In seinem Werk &#8222;de re publica&#8220; stellt uns Cicero seine Vorstellung eines perfekten Staates vor, welche bei ihm &#8222;zufällig&#8220; wie die klassische römische Republik aussieht. Doch wie würde &#8222;euer&#8220; perfekter Staat aussehen? Entwerft euren &#8222;Traumstaat&#8220; und geht dabei vor allem auf die Punkte &#8222;Politischer Aufbau&#8220;, &#8222;Regierungsform&#8220; und &#8222;Rechte der Bevölkerung&#8220; ein. Illustriert eure Ergebnisse mit Lego-Steinen.</span></p>
</blockquote>
<p align="JUSTIFY">Der eigentliche Inhalt orientiert sich dabei an dem Semesterthema und war hier am Ende angesiedelt. Die Schüler:innen hatten sich also schon mit Cicero, seinen Ideen und Idealen und Gedanken zum &#8222;perfekten Staat&#8220; befasst.</p>
<h4 align="JUSTIFY">Umsetzung und Fazit</h4>
<p align="JUSTIFY">Die Schüler:innen reagierten etwas skeptisch auf die Idee, fingen dann aber schnell an, sich an die Umsetzung zu denken. Während einige sich erst Gedanken zu ihrem Staat machten, fingen andere direkt an zu bauen und ihn quasi dabei zu entwerfen. Hier stellte sich natürlich die Frage, wie die Illustration mit Lego denn aussehen solle, aber schnell entwickelten Schüler:innen kreativ Ideen: So baute einer Räder unter seinen Staat, was symbolisieren sollte, dass der Staat immer in Bewegung ist und ein perfekter Staat an sich nie abgeschlossen wäre. Ein anderer stellt eine Windschutzscheibe vor seinen Staat, die Transparenz der verschiedenen Institutionen symbolisieren sollte. Dasselbe adaptierte eine andere Schülerin mit Pflanzen, die die Bedeutung des Umweltschutzes hervorheben sollten. Allerdings waren nicht alle Ideen so gut durchdacht, einige bauten auch etwas merkwürdige Konstrukte, wo die Anbindung an den theoretischen Kontext nicht mehr so ganz erkennbar an. In der Reflektion erwähnten sie dann auch, dass sie da einfach &#8222;von der Bauwut&#8220; übermannt worden wären.</p>
<figure id="attachment_28549" aria-describedby="caption-attachment-28549" style="width: 2560px" class="wp-caption alignnone"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-28549" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?resize=800%2C269&#038;ssl=1" alt="Legosteine Ergebnisse" width="800" height="269" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?w=2560&amp;ssl=1 2560w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?resize=300%2C101&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?resize=1024%2C345&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?resize=768%2C259&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?resize=1536%2C517&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?resize=2048%2C690&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?resize=600%2C202&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2024/03/FBEF9811-36AA-4475-913F-BBACEBA64D2A-1-scaled.jpeg?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-28549" class="wp-caption-text">Legosteine Ergebnisse</figcaption></figure>
<p align="JUSTIFY">Insgesamt entstanden am Ende mehrere Staaten, die sich wirklich merklich voneinander unterschieden. Während viele Bezüge zur gewählten Staatsform, den Rechten der Bevölkerung oder z.B. dem Staatsoberhaupt herstellen konnten, zeigte sich die von mir gewährte Offenheit jedoch insofern schwierig, da nicht alle Schüler:innen wussten, wie genau sie nun vorgehen sollten. Somit wurden am Ende auch Staaten gebaut, die von meinem eigentlichen Gedanken ein wenig weit weg waren. Trotzdem zeigte sich die Verknüpfung dieses sehr theoretischen Gedankens mit einer kreativen Bastelmethode wie Lego als gleichermaßen spaßige, wie auch anspruchsvolle Aufgabe. Insofern freut es mich, dass ich diese Methode einmal ausprobiert habe, wenngleich ich beim nächsten Mal sicherlich konkreter sein werde und etwas bauen lasse, was auch wirklich physisch vorhanden ist. Für einen Abitur-Kurs mag das abstrakte Darstellen von Staatsformen mit Lego funktionieren, aber jüngere Schüler:innen wären da wohl zu überfordert gewesen. Spass hat es trotzdem gemacht und ich bin schon gespannt, was dann so als nächste gebaut wird.</p>
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		<title>Alternative Prüfungsformate: Entdecke Rom: Fesselnde Podcasts und Schülerkreativität im Unterricht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Sambeth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2023 13:49:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Nächstes Schuljahr geht es mit der ganzen Schule [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nächstes Schuljahr geht es mit der ganzen Schule nach Rom. Eine Kollegin meinte bei der Vorbesprechung spontan, ich könnte mit den 6. Klassen als Einstimmung auf Rom doch Podcasts machen, die wir dann der ganzen Schule auf der Fahrt vorspielen können. Gesagt, getan, und ich habe mit beiden 6. Klassen insgesamt 12 Podcasts zu den Stätten der &#8222;Urbs Aeterna&#8220; gestaltet.</p>
<h4>Vorbereitung</h4>
<p>Da es das erste Mal war, dass die Mädchen bei mir eigenständig an einem Projekt gearbeitet haben, wurden sie zunächst in die Thematik der Podcasts eingeführt. Gemeinsam haben wir darüber nachgedacht, wie ein guter Podcast aufgebaut ist und was ihn auszeichnet. Anschließend wurden Gruppen mit jeweils 3-4 Personen gebildet. Diese Gruppengröße hat sich bisher als sehr effektiv erwiesen, da die Mädchen gut zusammenarbeiten konnten. Um Struktur in den Gruppen zu schaffen, habe ich Rollenkarten verteilt: Jede Gruppe hatte eine Person, die für die Mitschrift, die Lautstärke, die Koordination und die Zeit verantwortlich war.</p>
<figure id="attachment_17912" aria-describedby="caption-attachment-17912" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17912 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942-1024x724.png?resize=800%2C566&#038;ssl=1" alt="Vorlage Canva Website" width="800" height="566" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942.png?resize=1024%2C724&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942.png?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942.png?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942.png?resize=1536%2C1086&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942.png?resize=600%2C424&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942.png?w=2000&amp;ssl=1 2000w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/Vorlage-Canva-Website-e1687353846942.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-17912" class="wp-caption-text">Rollenkarten für die Gruppenarbeit</figcaption></figure>
<p>Neben den Rollenkarten gab es noch Hilfestellungen zum Schreiben des Podcasts sowie einen Ablaufplan. Sowohl der beiliegende Ablaufplan als auch die zusätzlichen Arbeitsblätter zur Strukturierung des Podcasts haben den Mädchen wirklich sehr geholfen. Bei den Zehntklässlern war dies damals nicht notwendig, aber mit 16 Jahren sind sie bereits erfahrener und strukturierter in solchen Projekten.</p>
<h4>Die Durchführung</h4>
<p>Wie bereits erwähnt, habe ich wichtige Stätten der Ewigen Stadt als Thema für den Podcast ausgewählt. Dafür hatte ich im Voraus spezielle Textblätter erstellt, auf denen das zu bearbeitende Material verzeichnet war. Dadurch war es den Mädchen nicht zwingend erforderlich, zusätzliche Recherchen im Internet durchzuführen. Allerdings war es ihnen auch erlaubt, dies zu tun, falls sie es für notwendig hielten.</p>
<figure id="attachment_17914" aria-describedby="caption-attachment-17914" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17914 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936-1024x632.png?resize=800%2C494&#038;ssl=1" alt="podcast" width="800" height="494" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?resize=1024%2C632&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?resize=300%2C185&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?resize=768%2C474&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?resize=1536%2C949&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?resize=2048%2C1265&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?resize=600%2C371&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8947-e1687354361936.png?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-17914" class="wp-caption-text">Auszug aus dem Arbeitsmaterial für den Podcast</figcaption></figure>
<p>Die Mädchen sollten die Stätten der Ewigen Stadt auf informative und kreative Art und Weise in einem etwa fünfminütigen Podcast darstellen. Am Ende ergaben sich Aufnahmen mit einer Dauer zwischen 4 und 17 Minuten. Ich würde immer wieder die analoge Erarbeitungsweise wählen und nicht, wie es bei anderen Projekten der Fall war, auf eine digitale Pinnwand zurückgreifen. Diese Herangehensweise hat die Mädchen nicht überfordert und sie erhielten die iPads erst, wenn es Zeit für die Aufnahme war. Nach etwa vier Schulstunden hatten die Gruppen ihre Podcast-Skripte fertiggestellt und konnten mit der Aufnahme beginnen. Jede Gruppe erhielt einen eigenen Raum und weitere drei Stunden Zeit dafür. Mir war wichtig zu betonen, dass die Podcasts nicht geschnitten werden mussten, da dies meiner Meinung nach zu viel für die Jahrgangsstufe gewesen wäre. Das Ergebnis konnte also eine durchgängige Sprachmemo-Aufnahme sein. Dennoch hat mehr als die Hälfte der Gruppen tatsächlich geschnitten, und ich muss sagen, dass ich sehr stolz auf die Mädchen bin. Sie haben sich eigenständig Fähigkeiten zum Schneiden mit verschiedenen Apps auf den iPads angeeignet und ihre Podcasts bearbeitet. Hier zeigt sich einmal mehr, dass man den Schülerinnen mehr zutrauen kann, als man denkt.</p>
<p>Am Ende der Erarbeitungsphase wurden die Podcasts gemeinsam im Klassenzimmer angehört und jeder Gruppe wurde Anerkennung und Wertschätzung entgegengebracht.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Das Projekt war für eine 6. Klasse definitiv ein kleines Wagnis, da ich zuvor noch nie etwas Derartiges mit ihnen gemacht hatte und auditive Produktionen bisher nur mit den Zehntklässlern durchgeführt hatte. Umso überraschter war ich von den Ergebnissen. Die Mädchen haben sich wirklich Gedanken über ihre Produkte gemacht und hart an ihren Ergebnissen gearbeitet. Die Aufnahmen wurden intensiv geübt und teilweise sogar geschnitten, was mich am meisten beeindruckt hat. Man sollte Schülerinnen und Schülern definitiv mehr zutrauen, als man denkt.</p>
<h4>Benutztes Material</h4>
<p>Zur Strukturierung der Unterrichtseinheit habe ich einen kleinen Leitfaden für die Schülerinnen entwickelt, der sich in der Praxis bewährt hat.</p>
<h4>Weitere Informationen?</h4>
<p>In der kommenden Woche findet ein passender Workshop zum Thema &#8222;Podcasts, Filme &amp; Erklärvideos im Unterricht&#8220; statt. Eine Anmeldung ist über unsere Website oder für bayerische Lehrkräfte über über <a href="https://fibs.alp.dillingen.de/?event_id=343132">FIBS</a> möglich.</p>
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		<title>Questkarten für die Motivation vor dem Zeugnisschluss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Björn Hennig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jun 2023 12:57:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Latein]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Bewertung]]></category>
		<category><![CDATA[Gamification]]></category>
		<category><![CDATA[Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Quests]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer kennt die Situation nicht: Das Schuljahr neigt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt die Situation nicht: Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, und der schwierige Prozess der Notenfindung steht wieder an. Was bei manchen Schülerinnen und Schülern sehr schnell gehen kann, wird bei anderen zu einem Drahtseilakt. Immer wieder befinden sich Schülerinnen und Schüler &#8222;zwischen zwei Noten&#8220;, was es uns als Lehrkräften schwierig macht, die &#8222;richtige&#8220; Entscheidung zu treffen. Doch nicht nur uns geht es so, auch den Schülerinnen und Schülern kommt dann oft der Gedanke, dass man doch noch schnell &#8222;ein oder zwei Referate halten könne&#8220;, um seine Note zu verbessern.</p>
<p>Auch bei mir stand diese Situation an, weshalb ich mir überlegt hatte, wie ich dieses Problem lösen könnte. Ich bin kein Freund von diesen &#8222;Not-Referaten&#8220; zum Schuljahresende, möchte aber auch den Schülerinnen und Schülern zwischen den Stühlen die Chance geben, sich in den restlichen 3-4 Stunden noch zu verbessern. Deshalb wollte ich gerne ein transparentes System einführen, das den Schülerinnen und Schülern klare Bedingungen stellt, die erfüllt werden müssen, um eine bessere Note zu erreichen. Beim genaueren Überlegen ist mir aufgefallen, dass meine Vorstellungen ein wenig wie bei einem Rollenspiel klingen: Erfülle diese und jene Aufgaben, dann erreichst du das nächste Level. Daraus entwickelte sich dann die Idee, die ich euch heute einmal vorstellen möchte: Die Questkarten zum Zeugnisschluss.</p>
<h4><strong>Gestaltung</strong></h4>
<p>Die Questkarten selbst sind wie kleine Spielkarten gestaltet. Sie haben eine Vorder- und eine Rückseite. Die Vorderseite ist bei allen Karten gleich und zeigt das bekannte Ausrufezeichen aus Rollenspielen, das anzeigt, dass es hier eine Quest gibt. Auf dieser Seite habe ich für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse die Namen individuell eingetragen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-17761 aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-vorne.png?resize=333%2C499&#038;ssl=1" alt="" width="333" height="499" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-vorne.png?w=333&amp;ssl=1 333w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-vorne.png?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w" sizes="(max-width: 333px) 100vw, 333px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Rückseite ist auf zwei Arten gestaltet: Zum einen gibt es diejenigen, die bereits ihr &#8222;Maximallevel&#8220; erreicht haben. Das bedeutet, dass ihre Endjahresnote bereits feststeht und sich nichts mehr ändern kann. Wenn sie zum Beispiel im Halbjahreszeugnis eine 2 hatten und im zweiten Halbjahr ebenfalls im 2er-Bereich geblieben sind, wird die Endnote eine glatte 2 im Zeugnis. Auch hier habe ich die Note einfach eingetragen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-17762 aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-maximales-level.png?resize=330%2C497&#038;ssl=1" alt="" width="330" height="497" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-maximales-level.png?w=330&amp;ssl=1 330w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-maximales-level.png?resize=199%2C300&amp;ssl=1 199w" sizes="(max-width: 330px) 100vw, 330px" /></p>
<p>Dann gibt es die Karten, auf deren Rückseite die Nachricht &#8222;Aktuelles Level&#8220; und die Ergänzung &#8222;Zum Aufstieg benötigt&#8220; stehen. Diese Karte erhalten die Schülerinnen und Schüler, die genau zwischen zwei Noten stehen. Das &#8222;Aktuelle Level&#8220; zeigt an, auf welcher Note sich die Schülerinnen und Schüler gerade befinden. Wenn sie also aktuell eine 3 haben, aber realistische Chancen auf eine 2 haben, finden sie in der oberen Box eine 3. In der Box &#8222;Zum Aufstieg benötigt&#8220; werden die Quests eingetragen, die erfüllt werden müssen, um aufzusteigen. Wenn die Schülerinnen und Schüler dann in der letzten Stunde vor den Zeugniskonferenzen ihre Questkarten mit den erfüllten Quests abgeben, steigen sie ein Level auf und verbessern ihre Note, beispielsweise von einer 3 auf eine 2.</p>
<p>Die Quests selbst sind individuell gestaltet. Zum Beispiel kann es erforderlich sein, in einer Nachschreibearbeit eine bestimmte Note zu erreichen, bestimmte Absätze zu übersetzen oder Vokabeln abzuschreiben. Es können auch Aufgaben wie konstante Beteiligung im Unterricht oder das Bereithalten des Arbeitsmaterials zu Beginn der Stunde enthalten sein. Es ist wichtig, dass die Quests transparent sind und die Schülerinnen und Schüler genau wissen, was sie tun müssen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-17759 aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-noch-zu-erfuellen.png?resize=334%2C501&#038;ssl=1" alt="" width="334" height="501" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-noch-zu-erfuellen.png?w=334&amp;ssl=1 334w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/06/questkarte-noch-zu-erfuellen.png?resize=200%2C300&amp;ssl=1 200w" sizes="(max-width: 334px) 100vw, 334px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Da bei uns noch keine Zeugniskonferenzen stattgefunden haben, sind die Quests noch im Gange, und die endgültige Auswertung steht noch aus. Die Schülerinnen und Schüler waren jedoch begeistert, als sie die Karten erhalten haben, und fanden es spannend, eine Möglichkeit zur Notenverbesserung &#8222;aus ihrer Lebenswelt&#8220; zu haben. Insbesondere diejenigen, die noch um eine bessere Note kämpfen, freuten sich über die transparente Möglichkeit, an ihrer Note zu arbeiten. Ich werde gerne darüber berichten, wie alles ausgegangen ist und ob die Schülerinnen und Schüler ihre Quests erfolgreich erfüllt haben.</p>
<h4>Material</h4>
<p>Wenn du die Questkarten auch für deinen Unterricht nutzen möchtest, kannst du sie direkt in unserem Shop kaufen und herunterladen.</p>
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		<title>Alternative Prüfungsformate: Netflix-Serie im Religionsunterricht</title>
		<link>https://www.kms-bildung.de/alternative-pruefungsformate-netflix-serie-im-religionsunterricht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Sambeth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 May 2023 07:13:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Lernprodukte]]></category>
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					<description><![CDATA[Ihr fragt immer wieder nach Beispielen aus anderen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr fragt immer wieder nach Beispielen aus anderen Fächern, in welchen man mit dem <a href="https://www.kms-bildung.de/2022/01/28/netflix-serie-als-alternatives-prufungsformat/">Netflix-Template</a> arbeiten kann. Aus diesem Grund hat uns Alex (Instagram: @del_strusso) gemeinsam mit seiner <strong>10.Klasse in Religion</strong> vom Gymnasium Philippinum Weilburg die Ergebnisse ihrer Erarbeitung zur Verfügung gestellt, um zu zeigen, dass auch der <strong>Religionsunterricht</strong> viele thematische Möglichkeiten für den Einsatz des Templates bietet. Nach eigener Aussage waren die Schüler*innen<strong> sehr begeistert</strong> und haben <strong>mehr gelernt</strong> als bei herkömmlichen Methoden. Zudem konnte Alex beobachten, dass die <strong>Qualität der Beiträge</strong> trotz anspruchsvoller Aufgabenstellung weit <strong>über den Erwartungen</strong> war.</p>
<h4>Aufgabenstellung</h4>
<p>Gewertet wurde das Projekt als <strong>Ersatzprüfung</strong> für eine schriftliche Leistungserhebung im Fach Religion. Hierbei ging es vor allem darum, &#8222;biblische Themen und das <strong>christliche Menschenbild</strong> auf heute zu übertragen und in das Konzept einer Netflix-Serie zu adaptieren&#8220;, so die Lehrkraft der Klasse @del_strusso &#8222;Die Ergebnisse waren sehr vielfältig. So wurde z. B. die <strong>Überlegung angestoßen</strong> „Würden die Menschen im Falle einer Neuschöpfungen dieselben Fehler wieder machen oder gar schlimmerer?“. Es gab eine Reise durch die menschliche Geschichte mit aufgezeigten Beispielen zum Oberthema. Eine Serie spielte im Mittelalter, in der der Konflikt zwischen Glauben und Wissenschaft dargestellt worden ist. Es gab eine Mount-Everest-Expedition, die verdeutlicht, dass die Natur die menschliche Freiheit durchaus begrenzen kann.&#8220;</p>
<figure id="attachment_17024" aria-describedby="caption-attachment-17024" style="width: 606px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17024 size-full" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/7515CC5D-8519-47BB-8F28-4A295BBC0AC3.jpg?resize=606%2C517&#038;ssl=1" alt="Aufgabenstellung" width="606" height="517" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/7515CC5D-8519-47BB-8F28-4A295BBC0AC3.jpg?w=606&amp;ssl=1 606w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/7515CC5D-8519-47BB-8F28-4A295BBC0AC3.jpg?resize=300%2C256&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/7515CC5D-8519-47BB-8F28-4A295BBC0AC3.jpg?resize=600%2C512&amp;ssl=1 600w" sizes="(max-width: 606px) 100vw, 606px" /><figcaption id="caption-attachment-17024" class="wp-caption-text">Auszug aus der Aufgabenstellung</figcaption></figure>
<p>Die alternative Leistungserhebung wurde von der Klasse selbstständig im Rahmen einer Gruppenarbeit von max. 4 Personen erarbeitet. Anschließend galt es, die erstellte Serie in einem ca. 10-15 minütigen Vortrag der Klasse zu präsentieren und die einzelnen Folgen näher auszuführen. Hierzu wurde von den Schüler*innen folgendes Feedback gegeben: Sie meldeten zurück, dass sie es im Nachhinein <strong>sehr positiv</strong> empfunden haben, dass die <strong>Struktur der Präsentationen</strong> durch Titelbild, Trailer und vier Episodenbeschreibungen vorgegeben war und sie nichts mehr hinzufügen durften. So waren sie „gezwungen“, das Publikum mit ihren Worten „<strong>bei Laune zu halten</strong>“ und das oft bekannte „betreute Lesen“ konnte so vermieden werden.</p>
<h4>Ergebnisse</h4>
<p>Hierbei sind folgende Ergebnisse entstanden.</p>

<a href="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/750D1BE3-66E6-4C58-96E4-F11C6E11CC36.jpeg?ssl=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="750" height="366" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/750D1BE3-66E6-4C58-96E4-F11C6E11CC36.jpeg?fit=750%2C366&amp;ssl=1" class="attachment-large size-large" alt="Ergebnis zur Netflix-Serie" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/750D1BE3-66E6-4C58-96E4-F11C6E11CC36.jpeg?w=750&amp;ssl=1 750w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/750D1BE3-66E6-4C58-96E4-F11C6E11CC36.jpeg?resize=300%2C146&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/05/750D1BE3-66E6-4C58-96E4-F11C6E11CC36.jpeg?resize=600%2C293&amp;ssl=1 600w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a>
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		<title>Ideen für kreative Lernprodukte im Unterricht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Sambeth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2023 17:50:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[alternative Prüfungsformate]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kreative Lernprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[eBook]]></category>
		<category><![CDATA[Lernprodukt]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Laufe eines Schuljahres versuche ich pro Halbjahr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Laufe eines Schuljahres versuche ich pro Halbjahr in jeder Klasse ein Projekt als alternatives Prüfungsformat durchzuführen. Demnach habe ich die Möglichkeit sehr viel mit meinen Schülerinnen auszuprobieren. Die 10.Klassen hatten diesmal die Möglichkeit, sich selbst ein kreatives Lernprodukt auszusuchen, bei welchem ich sie unterstützte.</p>
<h4>Die Aufgabenstellung</h4>
<p>Das Prozedere war den Mädels bereits von den letzten Projekten her bekannt: Es galt ein Thema sowie eine Quelle zu bearbeiten. Die vorgegebene Zeit war hierbei der Umfang von vier Schulstunden, wobei es die Möglichkeit einer Zwischenabgabe nach der Hälfte der Zeit gab, um ein Feedback von mir zu bekommen. Dieses Angebot haben auch die meisten der Gruppen angenommen und von mir kleine Korrekturvideos zu ihren Lernprodukten bekommen. Organisiert wurde das Projekt zu historischen Themen der Nachkriegszeit wie immer bei mir mit Hilfe einer TaskCards. Auch diese Methode der Organisation ist den Mädchen nicht unbekannt und wurde sogar gelobt, da man so einen guten Überblick behält, auch wenn man mal krank war.</p>
<h4>Die Lernprodukte</h4>
<p>Vorweg sei schon einmal gesagt, dass die Produkte allesamt bewertet wurden und die Noten etwas besser als in der reinen schriftlichen Leistungserhebung waren, aber nicht alle Gruppen eine sehr gute Note bekommen haben. Oftmals gab es hier aufgrund inhaltlicher Fehler oder einer mangelhaften Quelleninterpretation Abzug. Aus Gründen des Daten- sowie Urheberrechts kann ich leider nicht das <strong>Moodboard</strong> sowie <strong>zwei Erklärvideos</strong> zeigen.</p>
<h5>Das eBook</h5>
<p>Eine Gruppe hatte sich überlegt, dass sie zu Konrad Adenauer ein eBook im Stil der Conny-Reihe gestalten wollten. Mit Hilfe von Canva und <a href="https://www.kms-bildung.de/2022/05/29/alternative-prufungsformate-ebooks-im-unterricht-erstellen/">BookCreator</a> wurde dieses Vorhaben in die Realität umgesetzt.</p>
<figure id="attachment_16471" aria-describedby="caption-attachment-16471" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16471 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-19.55.07.png?resize=800%2C420&#038;ssl=1" alt="eBook" width="800" height="420" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-19.55.07.png?resize=1024%2C538&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-19.55.07.png?resize=300%2C158&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-19.55.07.png?resize=768%2C403&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-19.55.07.png?resize=600%2C315&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-19.55.07.png?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16471" class="wp-caption-text">Auszug aus dem Conny-Buch zu Konrad Andeanuer</figcaption></figure>
<figure id="attachment_16470" aria-describedby="caption-attachment-16470" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16470 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-20.02.46.png?resize=800%2C420&#038;ssl=1" alt="eBook" width="800" height="420" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-20.02.46.png?resize=1024%2C538&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-20.02.46.png?resize=300%2C158&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-20.02.46.png?resize=768%2C403&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-20.02.46.png?resize=600%2C315&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Bildschirmfoto-2023-04-29-um-20.02.46.png?w=1440&amp;ssl=1 1440w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16470" class="wp-caption-text">Einblick in eine weitere Seite des Conny-Büchleins</figcaption></figure>
<h5>Klappbücher</h5>
<p>Da war im Unterricht im Rahmen der Berliner Mauer ein <a href="https://www.kms-bildung.de/produkt/klappbuch-zur-berliner-mauer-i-chronik-der-berliner-mauer/">Klappbuch</a> gestaltet haben, wollten auch zwei Gruppen diese Methode selbst einmal gestalten. Hierbei habe ich ihnen meine Vorlage in Canva geteilt und sie konnten ihr eigenes Buch gestalten, welches anschließend auch gedruckt und der Klasse zur Verfügung gestellt wurde. Hierbei war die Schwierigkeit, die Titelseite mit den Klappelementen zu gestalten und mit dem geringen Platz klarzukommen.</p>
<figure id="attachment_16472" aria-describedby="caption-attachment-16472" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16472 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="Klappbücher zur BRD-Geschichte" width="800" height="600" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?resize=600%2C450&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6940.png?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16472" class="wp-caption-text">Klappbücher zur BRD-Geschichte</figcaption></figure>
<h5>Lapbook</h5>
<p>Eine weitere Gruppe hatte sich für ein Lapbook inklusive Kahoot entschieden. Von der Gruppe selbst weiß ich, dass sie in das Produkt auch in den Ferien noch Zeit gesteckt haben, da sie ihre Vorstellungen unbedingt umsetzen wollten und dazu die Zeit im Unterricht nicht ganz gereicht hat. Sie klangen aber nicht so, als ob sie diese zusätzliche Arbeit bereuen würden, sondern waren sehr stolz auf ihr Ergebnis.</p>
<figure id="attachment_16473" aria-describedby="caption-attachment-16473" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16473 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Design-ohne-Titel-2.png?resize=800%2C400&#038;ssl=1" alt="Lapbook zur Stasi" width="800" height="400" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Design-ohne-Titel-2.png?resize=1024%2C512&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Design-ohne-Titel-2.png?resize=300%2C150&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Design-ohne-Titel-2.png?resize=768%2C384&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Design-ohne-Titel-2.png?resize=1536%2C768&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Design-ohne-Titel-2.png?resize=600%2C300&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/Design-ohne-Titel-2.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16473" class="wp-caption-text">Lapbook zur Stasi</figcaption></figure>
<h5>Mini-Books</h5>
<p>Die letzte Gruppe bzw. die komplette Parallelklasse hat sich für Mini-Books entschieden, welche ich ihnen einmal zur Geschichte der BRD und DDR erstellt hatte. Hier war oftmals die Schwierigkeit, den Stoff auf die wenigen Seiten des Büchleins zu bekommen, wobei die Schrift für die Lesbarkeit nicht zu klein werden durfte. Die Bücher wurden individuell gestaltet, wobei manchmal Themen über eine Doppelseite hinweg gingen oder es einen Lückentext gab.</p>
<figure id="attachment_16475" aria-describedby="caption-attachment-16475" style="width: 800px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16475 size-large" src="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?resize=800%2C600&#038;ssl=1" alt="Beispiele für Mini-Books" width="800" height="600" srcset="https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?resize=600%2C450&amp;ssl=1 600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https://i0.wp.com/www.kms-bildung.de/wp-content/uploads/2023/04/IMG_6938.png?w=2400&amp;ssl=1 2400w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption id="caption-attachment-16475" class="wp-caption-text">Beispiele für Mini-Books</figcaption></figure>
<h4>Fazit</h4>
<p>Wie bei den meisten Projekten in meinem Unterricht bin ich immer wieder positiv überrascht von der Kreativität meiner Mädels. Sobald man sie einmal machen lässt, entstehen kreative Lernprodukte, die ich mir persönlich zuvor nicht ausmalen hätte können. Schön war zudem zu sehen, dass einige Gruppen komplett digital arbeiteten, manche digital mit analogem Endprodukt oder komplett analog.</p>
<h4>Workshop zu kreativen Lernprodukten</h4>
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