Sankt Martin-2

Musikvideos mit KI im Unterricht – ein Praxisversuch

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastautor. Vielen Dank für diesen Beitrag.

Unser Gastautor hat und gemeinsam mit seiner 2.Klasse ausprobiert, wie sich mit verschiedenen KI-Tools ein Musikvideo erstellen lässt. Entstanden ist ein spannendes Projekt rund um das Thema Sankt Martin, bei dem die Schülerinnen und Schüler aktiv an Text, Figuren und Szenen mitgearbeitet haben. Alle vorgestellten Tools sind kostenfrei nutzbar. Bei größeren Projekten ist es möglich, dass man zu einer kostenpflichtigen Version greifen muss.

Ausgangspunkt

Die Idee entstand aus der Frage: Wie kann man mit KI kreativ arbeiten, ohne dass die Technik im Vordergrund steht?
Als Grundlage diente ChatGPT, das bei der Planung und Strukturierung half. Der Ablauf war dabei recht einfach: ChatGPT wurde beschrieben, was entstehen soll – also ein Musikvideo zu St. Martin – und das Programm lieferte anschließend eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit passenden Prompts für die weiteren Tools.

Musik

Für die Musik kam Suno zum Einsatz. Zuerst wurde gemeinsam ein kurzer Text verfasst, in dem es um die Geschichte des Teilens und Helfens ging. Dieser Text diente als Input für Suno, das daraus ein Lied generierte. Das Lied wurde anschließend gemeinsam gesungen und geübt – und dabei noch leicht angepasst. Im fertigen Video ist dann allerdings nur noch die KI-Version zu hören.
(Theoretisch könnte man die Kinderstimmen natürlich auch einbauen, wenn man etwas Aufnahmeerfahrung oder ein kleines Tonstudio-Projekt starten möchte.)

Figuren und Szenen

Neben dem Klassenmaskottchen Willi Fuchs sollten auch dessen Freundinnen und Freunde im Video vorkommen. Dafür überlegte sich jede Gruppe einen Freund oder eine Freundin von Willi, zeichnete die Figur und beschrieb sie. Diese Zeichnungen wurden anschließend in Runway hochgeladen. Die KI erstellte daraus digitale Bilder, die dann als Grundlage für die Szenen dienten. Danach überlegte jede Gruppe, was in den einzelnen Szenen passiert und wo die Handlung spielt. Auch diese Szenen wurden zunächst gemalt oder nachgespielt, bevor sie in das KI-Video einflossen.

Schnitt und Zusammenführung

Musik und Video wurden am Ende in CapCut zusammengesetzt. Das Programm ist kostenlos und recht einfach zu bedienen.
(Hinweis: CapCut gehört zum Unternehmen ByteDance, dem Mutterkonzern von TikTok. Es gibt immer wieder Diskussionen über mögliche Datenschutzprobleme. Wer mit personenbezogenen Daten arbeitet, sollte das beachten.)

Das Ergebnis

YouTube

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Fazit

Das Projekt zeigt, wie sich KI im Unterricht kreativ einsetzen lässt – ohne großen Aufwand, aber mit viel Raum für eigene Ideen. Die Kinder konnten erleben, wie Künstliche Intelligenz Inhalte umsetzt, die sie selbst gestaltet haben, und dabei ein Gefühl für Möglichkeiten und Grenzen dieser Technologie entwickeln.


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