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Flipbooks im Unterricht: Erfahrungen, Einsatzmöglichkeiten und Beispiele

Seit einiger Zeit erprobe ich Flipbooks in meinen Unterrichtsfächern. Mein Fazit, meine Erfahrungen mit dem Einsatz dieser Bücher sowie einige meiner erstellten Flipbooks möchte ich in diesem Blogpost einmal teilen.

Was ist ein Flipbook?

Ein Flipbook beschreibt per Definition ein Daumenkino. Dieser Begriff wurde im schulischen Kontext allerdings etwas abgewandelt. Hier versteht man unter einem Flipbook ein aus vier DIN-A4-Seiten gefaltetes Heft. In seiner gefalteten Form ist es etwas kleiner als ein Blatt Papier und besitzt entlang der Seiten mehrere Register, die verschiedene Themenbereiche strukturieren.

Beispiel eines Flipbooks aus meinem Unterricht
Beispiel eines Flipbooks aus meinem Unterricht

Einsatz von Flipbooks im Unterricht

Eingesetzt habe ich meine Flipbooks bisher in den Fächern Latein, Geschichte sowie Politik und Gesellschaft.

Im Lateinunterricht diente das Flipbook vor allem zur Wiederholung der Grammatik der Formenlehre. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dadurch einen kompakten und klar gegliederten Überblick über die wichtigsten grammatischen Inhalte. Ergänzt durch einige Übungen konnten sie die Inhalte selbstständig wiederholen und festigen.

Anders sah der Einsatz in Politik und Gesellschaft sowie in Geschichte aus. Hier habe ich Flipbooks in den Jahrgangsstufen 6, 7 und 10 getestet. Ziel war es jeweils, den Stoff einer Unterrichtsreihe kompakt und übersichtlich darzustellen, um eigenständiges Arbeiten und späteres Wiederholen zu erleichtern.

Die Zehntklässler arbeiteten das Flipbook meist selbstständig und in ihrem eigenen Tempo durch. In den jüngeren Jahrgangsstufen benötigten die Schülerinnen und Schüler hingegen teilweise mehr Anleitung und Begleitung durch die Lehrkraft. Dennoch stellte diese Form der Materialaufbereitung auch in Situationen eine gute Grundlage für eigenständiges Arbeiten dar, etwa wenn der Präsenzunterricht aufgrund von Schnee oder durch Fortbildungen ausfallen musste.

Wie kann ich selbst ein Flipbook erstellen?

Für alle, die selbst einmal ein Flipbook erstellen möchten, habe ich einen Selbstlernkurs (hier) sowie eine Anleitung (hier) zum eigenständigen Erstellen von Flipbooks erstellt.

Das erste Flipbook zu erstellen kann allerdings etwas Zeit in Anspruch nehmen. Neben dem Verständnis des Aufbaus und der Falttechnik müssen die einzelnen Seiten natürlich auch mit passenden Inhalten gefüllt werden. Hat man das Prinzip jedoch einmal verstanden, lassen sich weitere Flipbooks deutlich schneller erstellen.

Fazit

Der Einsatz von Flipbooks hat sich besonders in Jahrgangsstufen bewährt, in denen noch keine digitale Heftführung genutzt wird. Sie bieten einen übersichtlichen und kompakten Überblick über alle wichtigen Inhalte einer Unterrichtsreihe.

Durch die Faltstruktur des Flipbooks entsteht eine klare Ordnung, die es Schülerinnen und Schülern ermöglicht, Inhalte schnell wiederzufinden. Dadurch eignet sich das Flipbook nicht nur zur Erarbeitung von Inhalten, sondern auch sehr gut zur späteren Wiederholung.

Unsere Flipbooks

Latein

Flipbook Latein: Crashkurs-Grammatik Formenlehre mit interaktiven Übungen

Geschichte

Flipbook „Das antike Rom“ für den Geschichtsunterricht

Flipbook „Das antike Griechenland“ für den Geschichtsunterricht

Flipbook „Frühneuzeitliche Europa“ mit Musterlösung

Politik und Gesellschaft

Flipbook zu den Verfassungsorganen der BRD


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