Für den Medienkurs bin ich immer wieder auf der Suche nach lernwirksamen Spielen, Aufgabenstellungen, Arbeitsheften oder Tools, die Kinder auch nach sechs Stunden Schulalltag noch begeistern können. Beim Stöbern bin ich zufällig auf das Serious Game „Chat Nett!“ (Link hier) gestoßen und habe es direkt mit meinen beiden 6. Klassen ausprobiert. Begleitete wurde die Einheit mit Arbeitsblättern zu den mir wichtigen Kapiteln des Spiels.
Starte mit Chat Nett!
Sobald man das Spiel startet, darf man sich einen Charakter aussuchen. Da im Spiel Katzen die Protagonisten sind, wählt man entsprechend auch eine Katze als Avatar. Die Auswahlmöglichkeiten sind dabei bewusst begrenzt – sogar die Namen werden per Zufallsgenerator vergeben. Persönlich finde ich das gar nicht schlecht, denn so wird weder unnötig viel Zeit für die Charaktererstellung vergeudet noch entstehen seltsame Nicknames.
Man ist also relativ schnell durch die Charakterauswahl durch und kann direkt mit dem Spiel starten.

Los geht´s mit dem Spiel
Mit dem neu erstellten Charakter geht das Spiel dann richtig los. Auf der Startseite können sich die Spielerinnen und Spieler ein Level auswählen. Man muss allerdings mit einem der Level 1 beginnen, bevor man zu Level 2 aufsteigen kann. Ich habe meine Arbeitsblätter entsprechend nach den Levels benannt, um den Mädels eine klare Orientierung zu geben und die Materialien sinnvoll zu strukturieren.

Nachdem man ein Level ausgewählt hat, geht es sofort los. Über Chats in Jugendsprache – ein Punkt, den die Mädels besonders positiv hervorgehoben haben – bearbeiten die Kids verschiedene Themen und beantworten Fragen. Zu jeder ihrer Chatantworten erhalten sie direkt Feedback: ob die Reaktion passend war oder ob man sich in der Situation besser anders verhalten hätte.

Außerdem werden schwierige Wörter regelmäßig in einem Glossar erklärt. Einige dieser Definitionen habe ich auch auf meine Arbeitsblätter übernommen.
Fazit
Die Doppelstunde Medienkurs verging mit dem Serious Game wie im Flug, und die Mädels konnten dabei echte digitale Medienkompetenz erwerben. Besonders schön fand ich, dass die Kinder kontinuierlich Feedback zu ihren Chat-Antworten bekamen – das macht das Lernen nicht nur nachvollziehbar, sondern auch richtig motivierend.
Das Fazit der Mädels: Das Spiel hat ihnen Spaß gemacht – die Arbeitsblätter hätten ihrer Meinung nach aber nicht unbedingt sein müssen. Mir war die Sicherung des Gelernten allerdings wichtig, sodass ich nicht komplett darauf verzichten wollte. Am Ende hatten die Schülerinnen dann doch erstaunlich viel auf den Blättern notiert.
Arbeitsblätter
Für den Einsatz im Unterricht könnt ihr euch die Arbeitsblätter gerne kostenlos herunterladen.
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